„Mei schee alt Darmstadt - ich könnt greine, wenn ich des so seh.”

Hilde Roth begann 1950 ihre fotografische Arbeit für das Darmstädter Tagblatt, in dem sie unter dem Kürzel „hiro“ veröffentlichte. Im Laufe der Jahre dokumentierte sie zahlreiche Orte und Ereignisse in und um Darmstadt. Ihre erste Kamera war eine Hasselblad, später wurde eine Leica zu ihrem ständigen Begleiter. Nur ein kleiner Teil ihrer Fotografien erschien zu Lebzeiten in der lokalen Presse; den Großteil bewahrte sie sorgfältig in ihrem Archiv auf.
Nach der Einstellung des Darmstädter Tagblatts im September 1986 setzte sie ihre Arbeit als freiberufliche Fotografin für das Darmstädter Echo fort und blieb bis zu ihrem offiziellen Ruhestand 2001 aktiv. Auch danach war sie weiterhin auf Motivsuche und engagierte sich insbesondere für den Freundeskreis Stadtmuseum Darmstadt. Mit der Zeit wurde sie zu einer gefragten Expertin für die Stadtgeschichte Darmstadts.
Eine größere Ausstellung ihrer Fotografien fand erst posthum statt: Die Ausstellung „HILDE ROTH. Darmstadt 1950-1990. Eine Zeitreise“ wurde ab Mai 2021 vom Kunstforum der TU Darmstadt auf mehreren zentralen Plätzen präsentiert. Rund 120 Schwarz-Weiß-Fotografien wurden auf großformatigen, wetterfesten Bilderkuben gezeigt, ergänzt durch weitere 800 Werke auf Monitoren in der Stadt. Ein Katalog zur Ausstellung erschien ebenfalls. Grundlage für die Ausstellung war die Digitalisierung ihres gesamten fotografischen Nachlasses von ca. 115.000 Negativen, der nach Ausstellungsende in das Stadtarchiv Darmstadt überging.
Quelle: Stadtlexikon Darmstadt – Eintrag zu Hilde Roth


































































































































































































































































